DIE VITRINE - Galerie Reinthaler

03/2018: Verena Prenner. It ́s beyond our borders, never go there

Jakob, ein jüdischer Freund aus Jerusalem, schrieb vor einiger Zeit einen Text zu einer fotografischen Serie, die ich im palästinensischen Autonomiegebiet realisierte. 

Nur zehn Kilometer Luftlinie von seiner Wohnung entfernt, jedoch getrennt durch die israelische Sicherheitsmauer, ist der Ort für ihn ein unbekanntes Universum:

 

Do you remember the scene from the ‘LION KING’, when little Simba asks his father about the dark mountains? His father answers him shortly: “It ́s beyond our borders, never go there”. Creepy sound. Cut. That's what is on my mind when I try to imagine ‘there’. 

And ‘there’ is so close. Always. It's just hard to understand sometimes.

 

Die Installation in der Vitrine, vor einem dem Betrachter, unbekannten Raum, zeigt einen Teilbereich meiner fotografischen Dunkelkammer und die Entwicklungsgeschichte des im Nahen Osten entstandenen Projektes. 

 

Was verbirgt sich im "Schwarzen", und welcher Bruchteil davon wird beleuchtet und zur Schau gestellt? Inspirationsquelle für diese Arbeit war die Aussage eines palästinensischen Taxifahrers, die für die Stimmung vor Ort am bezeichnendsten war: "We feel like animals in the zoo".

Verena Andrea Prenner

 

 

11/2017: Taro Meissner. Mews with a Jump Box

In der Arbeit "Mews with a Jump Box" beginnen Taro Meissners Überlegungen beim Ausstellungsraum. In diesem Falle "Die Vitrine" der Galerie Reinthaler - der "andere" Raum neben der eigentlichen Galerie, ein Ausstellungsort, der nicht betreten werden kann.

Diese Sonderstellung lässt ihn an Londoner "Mews" denken, an Hinter- bzw. Innenhofgebäude, die im Vergleich zu den sichtbaren Gebäuden eine andere Stellung einnehmen.

 

"Mews with a Jump Box" sind Freigehege für Vögel, die gelegentlich in solchen Höfen eingerichtet werden. Taro Meissner baut also eine Art Vogelkäfig: Eine adaptierte INKA-Palette fungiert als "Jump Box", Stücke eines Rasenteppichs erinnern an reale Vorlagen von Vogelvolieren in der Falkenzucht.

Taro Meissner geht es weniger darum, was er in der „Vitrine" zeigt, sondern wo er seine Kunst inszeniert. Die Installation selbst ist also zweitrangig. Im Vordergrund stehen die Funktion und Hinterfragung des Raumes.In Anlehnung an Daniel Burens "Function of the museum" bestimmt ein Ausstellungsraum viele Faktoren eines Kunstwerkes mit: Neben der ästhetischen Raumgebung beeinflusst der Ausstellungsort unter anderem auch den künstlerischen Stellen- sowie den finanziellen Wert einer Arbeit.

 

(Text: Simone Christl)

05/2017: Michael Huey. A Boy´s Room

Der physische, praktische Teil meiner Arbeit spielt sich im Archiv ab. Dazu gehören das Sortieren, Suchen und Sehen. Konzeptuell dreht sich die Arbeit um die Ideen des Verlustes, der Zerstörung und die begleitenden Themen des Vermächtnisses, Erbes und der Bestandsaufnahme. In einem Satz: ‚das, was bleibt‘. Dinge - oft fotografisches Material - die übersehen, als unbedeutend eingestuft und/oder trivialisiert wurden, spielen eine wichtige Rolle - und sie erneut zu präsentieren ist, was ich als ihre Rehabilitation betrachte. (…) Obwohl ich nicht in existierende Erzählungen eingreife, benutze ich sie dennoch, um neue Geschichten zu erzählen.                                                                               

Michael Huey

 

Für die Installation Boy’s Room wird die gerahmte Arbeit Damaged Boy (2014) auf dem Hintergrund einer eigens dafür entwickelte Raumtapete gezeigt, die wiederum auf fotografischen Kontaktabzügen aus der Zeit um 1920 basiert. Der kleine Schaufensterraum der Galerie Reinthaler soll – jedenfalls symbolisch – das “Zimmer eines Jungen” darstellen, gleichzeitig soll er so wirken, als bestünde er – als wäre er aufgebaut – aus Anteilen des Jungen selbst. Die Inszenierung lädt den Besucher in eine vermeintlich vertraute Welt ein, die sich als Raum der Entfremdung entpuppt.

11/2016: Catharina Bond

Catharina Bond beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit gesellschaftlichen und kulturell geprägten Wahrnehmungsmustern, insbesondere von sozialen Normen und Hierachien sowie mit den davon ausgehenden subversiven Kommunikationsmechanismen. Umgesetzt in unterschiedlichen Medien, wie Skulptur, Fotografie und Performance, Malerei oder Zeichnung werden diese durch subtile inhaltliche und materielle Veränderungen in Frage gestellt.

 

In den vom Zitat „At the point where I make contact with the world I am always already dead.“* begleiteten Arbeiten spricht Catharina Bond die Schnittstelle zwischen lebendig und tot an. Der Moment, in dem das Fleisch das Porzellan einnimmt, ist dabei von elementarer Bedeutung. Nicht nur, um Fragen nach traditionellen Wertvorstellungen stellen zu können, sondern auch um etablierte Wahrnehmungsmuster zu irritieren. Die Kombination von organischem und anorganischem Material in ihren Objekten kann sowohl als Selbstporträt, aber auch als Porträt einer ganzen Gesellschaft gedeutet werden. Der mitschwingende Ekel fungiert als sublimes Moment, in dem der Betrachter gleichzeitig abgestossen und angezogen wird.

(*Mark C. Taylor)

03/2016: Tina Ribarits

Tina Ribarits, 2016, Installation (Inkjet-Print, kaschiert), ca. 450 x 250 cm

At the Vitrine | Galerie Reinthaler, Tina Ribarits presents a new, large-sized installation extending the display’s space to its fullest. The vegetation, exuberantly in its motifs as well as in materiality, opens a space showing its limitations through the physical presence of the photo at the same time.

 

In der Vitrine | Galerie Reinthaler zeigt Tina Ribarits eine neue, großformatige Installation, die den begrenzten Raum der Auslage bis aufs Äusserste ausreizt. Überbordend in der Motivik wie auch der Materialität öffnet die Vegetation einen Raum, der gleichzeitig durch die physische Präsenz des Fotos durchbrochen wird.

 

This image is also available as framed print | Das Motiv ist auch als gerahmte Arbeit erhältlich.

03/2015: Taro Meissner. appetizer

Taro Meissner, appetizer, 2015

 

Taro Meissner is hanging up heavy sausages, wishing to share with you the latest results of his research on the sensible indulgence of meat and it's manufacturing. You will see, these products are far from being factory made – appetizers for thought.
Enjoy some fine sausages fait à la maison!

 

--->  These sausages are currently available  <---

10/ 2014: Nina Prader. Austerity Cake - Sparkurs Kuchen

10/ 2014: Nina Prader. Austerity Cake - Sparkurs Kuchen

 

Food for Thought:

It is not about appetite: a snack, a taste, a bite.

Cupcake is the name of the gastronomic virus

that has taken our economy by storm.

“I hate cupcakes”. !

!

-Sounds like blasphemy-!

!

Cupcakes are a recent economic, cultural, and social

phenomenon and dare I say symbol of our times. !

!

One might say the cupcake is the contemporary

pastry; indicative of the decadence our consumer

culture still promotes in times of economic recession

and war. !

!

Literally a small cake in a cup. !

(Cake in a mug does not have quite the same ring to

it.)!

Too big for one bite but too small to ever feel

sufficiently full. !

!

A standard cupcake consists of a dollop of icing or

frosting on a cup-sized miniature cake comprised of

flour, sugar, and egg. Usually spongy in texture- rarely

as moist as advertised, and dressed in a pleated frilly

aluminum rapper. They come in various flavors,

designs, styles and display a wide array of adornment

from sprinkles to cherries on top. !

!

1

Never confuse cupcakes with muffins! Muffins are

frumpy breakfasts. !

!

Cupcakes are the Paris Hilton of the western food

world. !

!

Glamourous, Girly, Glitzy. !

They are the starlets of the food industry. !

!

Seductive, atmosphere-inducing, decadent ,frou

frou. !

!

It is very telling that in recession times the cup cake

has become so fashionable and popular.!

!

If Marie Antoinette would have only said let them

eat cupcakes instead of let them eat cake, she might

have been more popular in historical analysis. !

Or according to Paris Hilton: Just Stop Being Poor.

For a moment for only a penny or 2. Change your

life-style.!

!

They seem so pure and innocent beckoning with

peaked icing caps. Pink, chocolaty, Red velvet,

decorated with gaudy sweets. !

Purely and visually speaking to the fantasy of

stomachs with their austere and equally lavish

aesthetic. !

!

The cupcake truly is the porn-star of food.!

We are on summer break!

Gallery visits possible on request.

 

Upcoming show:

GERLINDE MIESENBÖCK Capita

19.09. - 03.11.2018

 

 

 

Gumpendorfer Straße 53

A-1060 Wien / Austria

T: +43 699 10681871
office[a]agnesreinthaler.com



Galerie Reinthaler

Di - Fr / Tue - Fr 14.00 - 18.00
Sa / Sat 12.00 - 15.00
sowie auf Anfrage / and on request

 


Vitrine - Galerie Reinthaler
24/7

 

Handelsgerichtstandort: Wien
UID: ATU66256008
FN 357375b

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