23. Jänner - 13. März 2026

Opening reception: Do / Thu, 22.01.2026, 18.00 - 20.00

Die Galerie Reinthaler zeigt erstmals Beton- und Glasarbeiten aus Ömer Faruk Kaplans Arbeitszyklen SKINs und Territorial Monuments.

Die Praxis des jungen Künstlers, der die Akademien in Wien und München mit Auszeichnung abgeschlossen hat, bewegt sich zwischen Skulptur, Installation und zeichnerischer Spurensuche. Ausgehend von einer Ausbildung zum Holzbildhauer entwickelt er eine Arbeitsweise, in der Materialität, Fragment und Erinnerung zentrale Rollen spielen.

Was bleibt, wenn ein Ort verschwindet – wenn Oberflächen, an denen sich Generationen abgerieben haben, ersetzt, entsorgt, überdeckt werden? Kaplan setzt genau dort an: bei den materiellen und metaphorischen Spuren, die sich in Holz, Beton und Glas einschreiben.

Er untersucht, wie sich Zeit, Nutzung und Erinnerung in Materialien niederschlagen und in neue räumliche Konstellationen überführen lassen. Seine Wandobjekte aus gegossenem Beton, Deutscher Eiche, Fichte oder fragil gewundenem Glas (SKINs) folgen einer seriellen Logik – repetitiv und gleichmäßig gesetzt, und doch nie identisch. Im Detail offenbaren sich Spuren der Bearbeitung, Risse, Oberflächenwiderstände – Zeichen einer lebendigen Beziehung zwischen Werk und Umgebung.

Als Künstler der dritten Generation von Einwanderern in Deutschland verhandelt Kaplan Fragen nach Zugehörigkeit, Herkunft und Differenz. Diese Themen tragen seine Materialien nicht illustrativ, sondern als sedimentierte Schichten einer geteilten Geschichte.

 

For the first time, the Reinthaler Gallery is showing concrete and glass works from Ömer Faruk Kaplan's SKINs and Territorial Monuments series.

The young artist, who graduated with honors from the academies in Vienna and Munich, works in a variety of media, including sculpture, installation, drawing, and tracing. Building on his training as a wood sculptor, he has developed a working method in which materiality, fragments, and memory play central roles.

What remains when a place disappears — when surfaces worn down by generations are replaced, disposed of, or covered up? Kaplan begins precisely here, with the material and metaphorical traces inscribed in wood, concrete, and glass.

Kaplan examines how time, use, and memory are reflected in materials and can be transformed into new spatial configurations. His wall objects, made of cast concrete, German oak, spruce, and fragile twisted glass (SKINs), follow a serial logic — they are repetitive and evenly spaced yet never identical. Traces of processing, cracks, and surface resistance reveal themselves in the details — signs of a living relationship between the work and its surroundings.

 

© 2025. Alle Rechte vorbehalten. 

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.