20. 11. - 21. 12. 2019

Catharina Bond, Kenji Lim

NEVERAFTER

Catharina Bond, Sights of Friction, 2019

Mixed Media (Silikon, Kunsthaar), 17 x 14 x 14,5 cm

 

 

Eröffnung: 19. November 2019, 19.00 Uhr

in Anwesenheit von Catharina Bond und Kenji Lim

 

Erzählungen haben eine Vergangenheit, eine Gegenwart und eine Zukunft. Catharina Bond und Kenji Lim machen sich diese Vorstellung einer Erzählung für ihre Arbeiten zunutze, die unheimlich, fast gespenstisch, die räumliche Gegenwart einnehmen. Ihre künstlerischen Praktiken drehen sich dabei um das Moment der Wiederholung und die Verschiebung der wahrgenommenen Wirklichkeit, was vertraute und zugleich fremd erscheinende Welten entstehen lässt.

 

Kenji Lims großformatige Gemälde sind verwurzelt in der Landschaft und dem Geschichtenerzählen, in der Beziehung zwischen dem, was ist, was war und was sein hätte können. Aufgewachsen als Kind multikultureller Herkunft in der Provinz zwischen England und Wales, interessiert er sich ganz besonders für die drängenden Fragen um Land, Grenzen und Eigentum wie auch für die Entstehung von Narrativen rund um Landschaften und Umwelt. Worin besteht die Verbindung zu einem Ort? Wer erzählt die Geschichten, die diese Verbindung ermöglichen? Der Künstler reflektiert über die Unheimlichkeit des Wiederholens all dieser Erzählungen bis hin zur Geschichte, Folklore und Mythologie. Entscheidend ist, welche Geschichten wir erzählen und wie wir uns zu ihnen verorten. Erst durch ihr wiederholtes Erzähltwerden können sie überleben und wir uns ihrer erinnern. Letztendlich überleben Geschichten auch in Zeiten, in denen die Geschichte dies nicht vermag.

 

Catharina Bonds Skulpturen wollen jegliche Narration auslöschen. Sie sind Objekte ohne feste Verankerung in der Vergangenheit oder Gegenwart. Stattdessen bemühen sie sich um eine unmittelbare, körperliche Reaktion der Betrachtenden betreffend ihrer eigenen Gegenwärtigkeit und Sinnlosigkeit. Ihr unheimliches Wesen offenbart sich in eben diesem Fehlen jeder Geschichte oder Zukunft. Mit diesem Zugang möchte die Künstlerin auf jene aktuellen politischen und sozialen Unsicherheiten antworten, die den Aufstieg radikaler Ideologien befeuern. Komplett lächerlich in ihrer Erscheinung, inhaltlich aber todernst.

 

 

Narratives have a past, a present, and a future. Artists Catharina Bond and Kenji Lim use the idea of narrative, or lack of narrative, to create work that sits eerily and uncannily in the space of the present. Their practices revolve around repetition, and the underlying perception of realities that can be shifted by it, evoking worlds that are at once familiar and strange.

Kenji Lim’s evocative, large scale canvases are rooted in landscape and storytelling, in the relationship between what is and what was, or what might have been. Growing up as a mixed race child in a rural Britain, on the border between England and Wales, he is especially interested in the pressing issues of land, borders and belonging, and the building of narratives around landscapes and environments. What is a connection to place? Who can tell the stories that enable that connection? The artist reflects on the uncanny repetition of these stories over time, returning through history, folklore, and

mythology. The stories we choose to tell and how we relate to them matters. They survive and are remembered if they are retold. They survive in a time when history does not.

Catharina Bond’s sculptures look to an erasure of narrative. They are objects without a grounding in their past or present. Instead they look to the viewer for a physically engaged response to their presentness and senselessness. In this lack of history or future, their uncanny nature is revealed. With this approach she responds to the current political and social insecurity that is fueling the uprising of radical attitudes. Utterly ridiculous in appearance, utterly serious in content.

 

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